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Forschungsprojekte



Xenolinguale Kinderbetreuung

Ein Konzept zur Arbeit mit fremdsprachigen Kindergruppen

A. Popp & V. Wolf, 2004

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Das Konzept der Xenolingualen Kinderbetreuung („xeno“ = fremd; „lingual“ = sprachlich) ist eine neue Methode zur Arbeit mit fremdsprachigen Kindern und Kindergruppen im Kindergarten- und frühen Volksschulalter. Das pädagogische Grundkonzept mit „Rituellem Rahmen“ und „Sprachlichen Netz“ wird ergänzt durch zahlreiche Spiele und Lieder, die einen ungezwungenen und positiven ersten Umgang mit der deutschen Sprache ermöglichen.


Evaluationsergebnisse zeigen, dass die betreuten Kinder bereits nach kurzer Zeit messbare Fortschritte in ihren deutsch-sprachlichen Fähigkeiten zeigen.


Stellungnahme A.o. Univ.Prof. Dr.rer.nat.habil. Anna N. Iwanowa

Institut für Psychologie, Leopold-Franzens-Universität Innsbruck


„Die vorliegende Arbeit von Mag. Verena Wolf und Mag. Alexandra Popp ist ein notwendiger und interessanter Beitrag zur Förderung des deutschen Spracherwerbs von fremdsprachigen Kindern. ....

... Die vorliegende Publikation ist eine sehr gute Anleitung zur Arbeit mit fremdsprachigen Kindern, da es nicht nur ein erfolgreiches Lernen ermöglicht, sondern auch die Freude beim Sprechen und die Motivation zum erfolgreichen Spracherwerb unterstützt. Die Nutzung es vorgestellten Programms entspricht den psychologischen Besonderheiten fremdsprachiger Kinder und kann daher zur praktischen Nutzung empfohlen werden.“


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Stellungnahme Ass. Prof. Dr. Maria Walter

Institut für Psychologie, Leopold-Franzens-Universität Innsbruck


„Mag. Verena Wolf und Mag. Alexandra Popp haben mit Ihrem Konzept der Xenolingualen Kinderbetreuung eine Lücke in der Arbeit mit fremdsprachigen Kindern geschlossen....“


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Zielgruppe: Kindergarten- und frühes Volksschulalter



Seiten: 148


ISBN 3-902199-04-0


Preis: 7,20 Euro


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Notfallpsychologische Akutintervention bei Kindern und jungen Jugendlichen

nach traumatischen Unfallereignissen

  1. V.Wolf, 2007

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Psychische Traumatisierung, insbesondere jene von Kindern (Dyregrov et al. 2002), wurde in der Vergangenheit immer wieder verleugnet (van der Kolk, Weisaeth & von der Hart, 2000). Erst die vergangenen Jahrzehnte brachten auf dem Gebiet der Erforschung kindlichen Traumaerlebens große Fortschritte (Pynoos, Steinberg & Goenjin, 2000). Heute werden nicht nur kurz- und langfristige physische und psychische Folgen traumatischer Ereignisse weithin anerkannt, auch die Bedeutung einer frühen psychologischen Intervention wird immer mehr gesehen (Goenijan et al., 1995; Stein & Eisen, 1996; Bryant & Harvey, 1998; Bryant et al., 1999; Foa, Keane & Friedman, 2000; Turnbull & McFarlane, 2000; Litz, Gray, Bryant & Adler, 2002; Landolt, 2004).


Die Notfallpsychologie ist ein junges Gebiet der Psychologie und versucht, nach einem traumatischen Ereignis baldestmöglich mit Betroffenen zu arbeiten. Ziel ist es, möglichst früh effektives Coping und eine positive Bewältigung des Erlebten zu unterstützen, um so langfristige posttraumatische Folgen zu verhindern (Morawetz, Wolf & Walter, in press). Inhalt der vorliegenden Untersuchung ist eine Evaluation der notfallpsychologischen Akutintervention, wobei der Fokus auf eine mögliche Langzeitwirkung gelegt wird.


Im Rahmen der Studie wurden kurz- und langfristige posttraumatische Symptome bei Kindern und jungen Jugendlichen nach traumatischen Unfallereignissen erhoben und ein Gruppenvergleich durchgeführt. Die Interventionsgruppe hatte notfallpsychologische Akutintervention erhalten, die Kontrollgruppe war nicht notfallpsychologisch betreut worden. Mittels Selbst- und Fremdbeurteilung wurden posttraumatische Symptome für die Akutphase nach dem traumatischen Ereignis sowie für einen Kontrollzeitpunkt (zwei bis drei Jahre nach dem Ereignis) erhoben. Für die Selbstbeurteilung durch die Kinder und jungen Jugendlichen wurden die CRIES-13 (The Children´s Impact of Event Scale (13)), der CROPS (Child Report of Post-Traumatic Symptoms) sowie der UCLA PTSD Reaction Index for DSM-IV (UCLA PTSD-RI for DSM-IV)  Kinderversion  verwendet,   für  die  Beurteilung  durch  die  Eltern  wurden  der PROPS (Parent Report of Post-Traumatic Symptoms) sowie die Symptomteile von UCLA PTSD Reaction Index for DSM-IV (UCLA PTSD-RI for DSM-IV) Elternversion eingesetzt.


Für die Akutphase zeigt sich, dass die Kinder und jungen Jugendlichen der Interventionsgruppe signifikant höhere Werte von Intrusion angaben.

In der Symptomentwicklung zwischen Akutphase und Kontrollzeitpunkt lässt sich bei beiden Gruppen eine Verbesserung (hochsignifikant bzw. signifikant) von Allgemeiner posttraumatischer Belastung, Vermeidung, Arousal und Intrusion feststellen.

Zum Kontrollzeitpunkt weist die Interventionsgruppe in der Selbstbeurteilung hochsignifikant und signifikant weniger Vermeidungsverhalten als die Kontrollgruppe auf. In der Fremdbeurteilung durch die Eltern zeigt die Interventionsgruppe signifikant niederere Werte im Symptomcluster Wiedererleben.


Notfallpsychologische Akutintervention wird als Wirkfaktor auf die festgestellten Gruppenunterschiede diskutiert.


Seiten: 183


Innsbruck, Univ., Diss., 2007


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Emergency psychological acute intervention administered to children and young adolescents after traumatic accidents 

  1. V.Wolf, 2007

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Psychic traumatization, in particular of children (Dyregrov et al. 2002), was denied time and again in the past (van der Kolk, Weisaeth & von der Hart, 2000). Only the last few decades have brought substantial progress in the research on the way children experience trauma (Pynoos, Steinberg & Goenjin, 2000). Today, the short- and long-term physical and psychic consequences of traumatic experiences are widely recognized, and the importance of early psychological intervention is increasingly supported (Goenijan et al., 1995; Stein & Eisen, 1996; Bryant & Harvey, 1998; Bryant et al., 1999; Foa, Keane & Friedman, 2000; Turnbull & McFarlane, 2000; Litz, Gray, Bryant & Adler, 2002; Landolt, 2004).


Emergency psychology is a young field of psychology, where it is tried to work with the people concerned as soon as possible after a traumatic event. The objective is to support effective and positive coping with the experienced events as early as possible in order to prevent long-term post-traumatic consequences (Morawetz, Wolf & Walter, in press). This investigation is an evaluation of emergency psychological acute intervention, with emphasis on possible long-term effects.


During the study, short-and long-term post-traumatic symptoms with children and young adolescents after traumatic accidents were compiled, and a group comparison was carried out. The intervention group had received emergency psychological acute intervention, the control group had not received emergency psychological care. Post-traumatic symptoms were recorded through self- and outside assessment for the acute phase after the traumatic event as well as for a control time (between two and three years after the event). Self-assessment by the children and young adolescents was carried out using the CRIES-13 (The Children's Impact of Event Scale (13)), the CROPS (Child Report of Post-Traumatic Symptoms) and the UCLA PTSD Reaction Index for DSM-IV (UCLA PTSD-RI for DSM-IV) children's version; assessment by the parents was carried out using the PROPS (Parent Report of Post-Traumatic Symptoms) and the symptom components of the UCLA PTSD Reaction Index for DSM-IV (UCLA PTSD-RI for DSM-IV), parents' version.


It turned out for the acute phase that the children and young adolescents of the intervention group stated significantly higher intrusion values.

In symptom development between the acute phase and the control time, both groups show an improvement (highly significant and significant, resp.) of general post-traumatic stress, avoidance, arousal and intrusion.

At the control time, the intervention group shows highly significantly and significantly less avoidance behaviour in self-assessment than the control group. In outside assessment by the parents, the intervention group shows significantly lower values in the symptom cluster of reexperiencing.


Emergency psychological acute intervention is discussed as an effective factor concerning the differences found between the groups.


183 pages


Innsbruck, Univ., Diss., 2007


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EQUAL - JobShop

Chancen für AsylwerberInnen am Tiroler Arbeitsmarkt

(EU-Projekt AT-6-16/96 / 2001 - 2004)

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Im Rahmen des EQUALProjektes JobShop wurde von Seiten der ÖGNP das Modul 3 umgesetzt. Dieses umfasste ein weitreichendes psychologisches Angebot. Dieses reichte von psychologischer Betreuung über psychologische Diagnostik sowie arbeits- und organisationspsychologische Untersuchungen bis hin zu entwicklungspsychologischen Konzepterstellungen und einer Evaluation des Gesamtprojekts. Diese innovativen Aktivitäten und die angewandten Methoden wurden speziell für dieses Projekt entwickelt und auf die Zielgruppe AsylwerberInnen zugeschnitten.



Psychologische Beratung und Betreuung


Das Angebot einer umfassenden psychologischen Beratung und Betreuung wurde eingerichtet, um durch eine rasche und gezielte psychologische Betreuung Probleme und Schwierigkeiten, die sich in den unterschiedlichsten Phasen des Projektes ergeben können, frühzeitig zu erkennen und zu bearbeiten. Belastungen durch traumatische Erfahrungen zählten dabei ebenso zu den Indikationen wie Krisensituationen, die beispielsweise auf Kommunikationsschwierigkeiten oder kulturspezifischen Besonderheiten basierten. Wie angenommen zeigte sich, dass je früher psychologische Unterstützung erfolgte, desto besser war es möglich konflikt- und stressreiche Situationen zu entschärfen und Belastungen entgegenzuwirken. So konnten letztlich auch eine projektstabilisierende Wirkung erzielt und die Drop Out Rate niedrig gehalten werden.

Im Rahmen der Aktivität Psychologische Beratung und Betreuung wurde in Kooperation mit dem Notfallpsychologischen Dienst Österreich NDÖ ein Beratungs- und Betreuungsdienst eingerichtet. Über diesen konnten im Bedarfsfall auch außerhalb der Bürozeiten NotfallpsychologInnen angefordert werden. Dieses Angebot richtete sich an alle AsylwerberInnen und MitarbeiterInnen des Projektes Jobshop, an HeimleiterInnen und BetreuerInnen, sowie ArbeitgeberInnen und MitarbeiterInnen.



Sprachunabhängige Diagnostik


Eine der wesentlichen Forschungsaufgaben im Rahmen des Psychologischen Service war die Entwicklung von Methoden
und Instrumenten, mit denen in sprach- und kulturunabhängiger sowie gendersensibler Weise eine Eignungsdiagnostik durchgeführt werden kann. Durch diverse Testverfahren aus dem Persönlichkeits- sowie Leistungsbereich wurden die Stärken und Schwächen aller von der Caritas interviewten AsylwerberInnen diagnostisch erfasst. Diese Ergebnisse bildeten unter anderem die Grundlage dafür, dass AsylwerberInnen im Hinblick auf ihre Berufswahl möglichst optimal beraten werden können.

Basierend auf den Ergebnissen einer Evaluation der Testverfahren nach der ersten Projektrunde konnten die Testverfahren noch besser auf die Zielgruppe abgestimmt werden.



Choaching und Betreuung von ArbeitgeberInnen und MitarbeiterInnen


Mittels Fragebogens und strukturierten Interviews in Tiroler Unternehmen wurde erhoben, welche Form von Vorurteilen und Ängsten im Umgang mit AsylwerberInnen in der Arbeitswelt herrschen und welche Befürchtungen mit der Aufnahme von Menschen fremder Kulturen in Betrieben einhergehen. Basierend auf den Ergebnissen der Studie können nun ArbeitgeberInnen und MitarbeiterInnen mittels Informationsmaterial mit verschiednen Aspekten im Zusammenhang mit der Aufnahme von AsylwerberInnen vertraut gemacht werden. Dadurch sollen das Verständnis gesteigert, die Zusammenarbeit erleichtert und die Zufriedenheit von ArbeitgeberInnen, MitarbeiterInnen und AsylwerberInnen positiv beeinflusst werden.



Xenolinguale Kinderbetreuung


Das Konzept der Xenolingualen Kinderbetreuung ( „xeno“ = fremd; „lingual“ = sprachlich) ist eine innovative Methode zur Betreuung von fremdsprachigen Kindergruppen im Kindergarten- und frühen Volksschulalter. Dabei wird die Situation der Kinder, die eine andere Sprache als die Betreuungsperson sprechen, in besonderer Weise berücksichtigt. Kinder werden mit der für sie fremden Sprache und Umgebung über die Prinzipien des „Rituellen Rahmens“ und des „Sprachlichen Netzes“ langsam vertraut gemacht. Das pädagogische Grundkonzept wird ergänzt durch zahlreiche Spiele und Lieder, die einen ungezwungenen und positiven ersten Umgang mit der deutschen Sprache ermöglichen. Evaluationsergebnisse zeigen, dass dieses Konzept nicht nur von Kinderbetreuerinnen als sehr hilfreich und gut eingeschätzt wird, sondern dass auch die betreuten Kindern bereits nach kurzer Zeit messbare Fortschritte in ihren deutsch-sprachlichen Fähigkeiten zeigen.



Evaluation des Gesamtprojekts


Eine Evaluation des Gesamtprojektes wurde mittels WHO-Quality of Life-bref vorgenommen. Mit Hilfe dieses Fragebogens wurde die Lebensqualität der ProjektteilnehmerInnen am Ende des Projektes JobShop erfasst. Unter anderem wurden die Ergebnisse der ProjektteilnehmerInnen mit jenen von AsylwerberInnen, die nicht am Projekt JobShop teilnahmen, verglichen. Dabei zeigten sich tendenziell bessere Werte von ProjektteilnehmerInnen in den Bereichen Lebensqualität, Gesundheit, psychisches und psychisches Wohlbefinden sowie Umweltbedingungen. Hervorzuheben sind die höheren Werte der Frauen in den Bereichen physisches und psychisches Wohlbefinden sowie Umweltbedingungen im Vergleich zu Nicht-Projektteilnehmerinnen.



Die Ergebnisse der Modulteile können unter dem Link Downloads heruntergeladen werden.


 
Österreichische Gesellschaft für Notfallpsychologie und Psychotraumatologie ÖGNP